Die Initiative Fluchtwege 1933 - 1945

Unsere Initiative hat sich Anfang 2016 gegründet. In ihr arbeiten niederländische und deutsche Menschen, die aus unterschiedlichen Beweggründen Interesse an dem Thema haben. Grundlage unserer Arbeit war zunächst die bereits 1985 erschienene Veröffentlichung "Rode Hulp - De opvang van Duitse vluchtelingen in Groningerland 1933 - 1940" der IPSO geschiedenis commission. Die Kapitel 6 und 7 beschäftigen sich mit der Unterstüzung politisch Verfolgter bei der Flucht aus dem faschistischen Deutschland in die Niederlande. Dieses Kapitel deutsch-niederländischer Geschichte ist in beiden Ländern weitgehend in Vergessenheit geraten. Um diese Hilfe wieder in das Gedächtnis zu rufen und die Unterstützung durch die Helferinnen und Helfer zu würdigen, wurde am 8. Oktober 2016 in Nieuwe Statenzijl die erste Gedenktafel errichtet. Am 5. Mai 2018 wurden drei weitere Tafeln in Verbindung mit einer Fahrradtour fierlich enthüllt. Diese Tafeln befinden sich an der Fußgängerbrücke in Bad Nieuweschans, am Buttje-Pad in Kanalpolder und am Fähranleger in Petkum.

Die Standorte der Tafeln befinden sich jeweils an Radwegen und sind dadurch miteinander verbunden. So werden die Fluchtwege "erfahrbar". Die Ausarbeitung einer Fahrradtour, die alle Tafeln verbindet, ist in Planung.

Die sehr gute Beteiligung an unserer Aktion am 5. Mai und das große Interesse der Öffentlichkeit und der regionalen Presse ermutigen uns, unsere Arbeit fortzusetzen.

Unser Anliegen ist es, entlang der deutsch-niederländischen Grenze noch weitere Informationstafeln aufzustellen, die die Fluchtwege dokumentieren und das Thema einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt machen.

Im Jahr 2019 wollen wir eine weitere Gedenktafel im Emder Hafen und eine an der Grenze zwischen Wymeer und Bellingwolde aufstellen.

Wir wünschen uns, dass sich auch im weiter südlich gelegenen Bereich der deutsch-niederländischen Grenze Initiativen bilden, die die Arbeit fortsetzen. Wir bieten dazu gerne unsere Unterstüzung an.